Besuch bei Marta in Helsinki

Helsinki

Nach unserer letzten Lesung in Stuttgart am 27.11. ging es endlich los Richtung Japan. Zunächst mit dem Zug nach Stockholm, dann die Fähre nach Turku und wieder in den Zug, um am 30.11. gegen Mittag in Helsinki anzukommen. Wir hatten nun 30 Stunden Zeit bis zur nächsten Zugetappe nach Moskau.

Das Wetter in Helsinki war winterkalt und sonnig, ganz weihnachtlich. Da passte gut ein Konzertbesuch in der Felsenkirche ins Konzept. Die Felsenkirche von Helsinki (Temppeliaukion kirkko) ist ein wunderbarer Ort für ein Adventskonzert. Mitten in den Felsen ist sie hineingesprengt worden und in der Kuppel gibt es – ganz zwergisch – eine funkelnde Kupfersonne.

Am nächsten Tag flogen wir aus auf die Insel Suomen Linna– eine Festung mitten in der Bucht von Helsinki und ein neuer Strich auf der Liste der Unesco-Weltkulturschätze. Das Wetter blieb sich treu und so spazierten wir frohgemut über die erstaunliche Anlage. Ein Theaterspiel über die Drei-Königslegende gab es obendrein.

Das verblüffende an unserem Kurzbesuch in Helsinki war vor allem, dass Finnisch nun wirklich kein Buch mit Sieben Siegeln mehr ist. Unsere lange Fahrradtour in Estland hat da fabelhafte Sprachgrundlagen gelegt. Wie wär es mit ein paar Beispielen?

1-2-3-4-5 (finnisch): yksi, kaksi, kolme, neljä, viisi
(estnisch): üks, kaks, kolm, neli, viis

Kirche (finnisch – estnisch): Kirkko – Kirik
Bär (finnisch – estnisch): Karhu – Karu
Kaffee (finnisch – estnisch): Kahv – Kohv
Rotes Meer (finnisch – estn.): Punainenmeri – Punane meri
Handarbeit (finnisch – estn.): Käsityö – Käsitöö
Gesang (finnisch – estn.): Laulu – Laulmine
Buch (finnisch – estni.): Kirja – Raamat
Schriftsteller (finnisch – estnisch): Kirjailija – Kirjanik
Bibel (finnisch – estnisch): Raamattu – Piibel

Noch ein wichtiger Hinweis: Wer Turku noch besichtigen will, sollte es möglichst bald tun. Denn vermutlich wird die Stadt bald im Meer versinken. Jedes Jahr bemühen sich nämlich Studenten aus Tampere, dass dem so kommt. Sie fahren nach Turku auf den Marktplatz und hüpfen dort rum, in der Hoffnung, dass die Stadt unter den Meeresspiegel sinkt. Tampere wäre dann nicht nur die größere sondern auch die ältere Uni.

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