Unerwartete Bescherung

Den Tag über regnet es, doch es sind warme 18 Grad. Wir bummeln durch die Hauptstadt Okinawas, die sich Naha nennt. Sie liegt 26 Grad nördlicher Breite, ähnlich wie Katar, Assam oder Florida. Das Klima ist subtropisch und wir werden sicherlich noch viel über die Pflanzen- und Tierwelt berichten, u.a. gibt es hier einige der schönsten Korallenriffe weltweit zu bestaunen. Was heute zunächst zu bemerken ist: in Naha wachsen und gedeihen eigentlich alle uns geläufigen Zimmerpflanzen, nur in groß, z.B. Hibiskus in allen Farben.

Gegen Mittag weichen wir dem Regen aus und fahren mit der Monorail, der Einschienenbahn, hin- und zurück durch die Stadt. Die Schienen sind etwa 10 bis 20 Meter oberhalb der Straßenhöhe und so kann man während der Fahrt einen herrlichen Ausblick genießen. Außerdem kommt Einem das japanische Tarifsystem entgegen. Denn man zahlt nur am Ausstiegsbahnhof und so lösen wir einfach ein Ticket für die nächste Station (100 Yen = 70 Cent).

Tja, und ganz unverhofft gelangen wir in eine bunt mit Luftballons dekorierte Bahn. In der Menge der Leute entdecken wir zwei Weihnachtsfrauen und Rudi, das Rotnasenren(n)tier. An sich sind seltsame Werbeverkleidungen in Japan nichts besonderes, doch bei genauerem Hinsehen fallen uns neben den Luftballons unzählige Süssigkeiten auf, die wie reife Pflaumen darauf warten gepflückt zu werden. Fröhliche Weihnachten, gibt Rudi das Startsignal, und die Ernte beginnt. Das Fernsehen ist natürlich auch dabei. Achja, unsere Ernte: zweimal Mochi-Eiskonfekt und ein Mango-Biskuit-Küchlein.

Neues Rathaus bald grün

Neues Rathaus bald grün. Ein Shisa-Löwe sortiert die Einlasssuchenden. Straßenbaum Gajumaru, der Feigenlorbeer.

Monorail

Monorail

Ernte am Traumzauberbaum

Ernte am Traumzauberbaum?

Weihnachtsba ... äh, ... bahn

Weihnachtsba … äh, … bahn

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