• Frachtschiff

    New York, New York

    Ja, wir sind angekommen. Und ja, wir sind mit dem Schiff an der Freiheitsstatue vorbei – so 2 Meilen vorher links eingebogen. Es war eine klasse Überfahrt und wir haben auch keine Brücke gerammt, haben extra die Antennen abgeschraubt. Das Problem bei der ganzen Sache: wir kommen einfach nicht hinterher, die vielen Fotos zu sichten, zu bearbeiten und die Eindrücke ins Web zu meißeln. Also gibt es einfach 2 lieblose Bildchen bis wieder Luft ist 🙂

  • Frachtschiff

    Alle Wetter

    Auch wenn die Zeiten kommerzieller Segelschiffe längst vorbei sind, ist das Wetter auf See immer noch wichtig für die moderne Schifffahrt. Nicht nur weil ein ordentlicher Sturm schon mal deutlich längere Fahrzeiten bedeuten kann, schlechtes Wetter erschwert Navigation und lässt Schiffsaufbauten schneller verrosten. Dabei verhält sich das Schwanken des Schiffes umgekehrt proportional zum Appetit von Passagieren und Besatzung. Insbesondere das berüchtigte Rollen, eine Kombination von Vorwärts- und Rüchwärtsbewegung mit Rechts- und Linkspendeln, kann sich fatal auf den Gleichgewichtssinn auswirken. Gut, wenn man eine präzise Wettervorhersage hat, die einem hilft, solchen Gefahren möglichst frühzeitig aus dem Weg zu gehen. In Zeiten moderner Kommunikationsmittel kommt der Wetterbericht per Radiosignal und wird gleich…

  • Frachtschiff

    Kaum ein Eintrag

    Nieselregen und Nebel erlauben kaum, den Bug zu sehen. Es gibt keine großartigen Vorkommnisse an Bord. Abgesehen von der Tatsache, dass die Wassertemperatur von einer Stunde auf die nächste zwischen 5° und 24° schwankt. Hier mischt sich der kalte Labradorstrom mit dem warmen Golfstrom. Wäre die Sicht gut, würde man sogar sehen, wie grünes und blaues Wasser ineinander laufen. Wir erreichen den Südzipfel der Grand Banks – hier laufen die meisten Routen der Transatlantikschiffe zusammen. Dieser Großkreis hat sich einfach eingebürgert. Wir treffen aber nur eines. Ein anstehender Sicherheitstest muss wegen der schlechten Sicht verschoben werden. Essen: Strammer Max, Fischfilet, Spareribs auf polynesische Art.

  • Frachtschiff

    Backeinsatz in der Kombüse

    Heute sind wir mal Schiffskonditoren. Zusammen mit dem Chefingenieur wollen wir 4 Torten basteln. Zur Kombüse gehören eine große, gut ausgestattete Küche, Vorratsräume, die über eine Treppe zu erreichen sind und ein kleinerer Raum mit Boiler, Geschirr und ähnlichen Dingen. Alles ist eine Nummer größer: Töpfe, Pfannen, Schüsseln, Kellen, Herdplatten, – auch die Vorräte: das Puddingpulver kommt in Großkartons, Gelatine in einer Blechdose und die Eier in Paletten. Wir rühren den Teig für den Tortenboden zusammen, füllen die Formen und ab damit in den Backofen. Der sieht aus wie beim Italiener – das lässt hoffen.

  • Frachtschiff

    Kein Tag wie der andere

    Bekanntlich hat ein Tag 24 h. Bei uns wird es nun jeden Tag eine mehr, denn in New York hinkt man gegen Greenwich um 5, im Sommer um 4 Stunden, hinterher. Wo das Mehr an Zeit bleibt, können wir aber nicht sagen, denn unser Tag ist komplett ausgebucht.

  • Frachtschiff

    Im Kraftwerk

    Heute geht es ins Herz des Schiffes, in den Maschinenraum. Wir öffnen die Tür zum Tween-Deck und betreten die Unterwelt. Riesige Maschinen und Kessel verteilen sich auf bestimmt fünf weitere Decks, es herrscht ein Höllenlärm. Wir flüchten zunächst in den Schaltraum, der dem der Enterprise nicht unähnlich ist. Nur sitzt statt Scotty der 2. Ingenieur am Pult, schlanker ist er auch.

  • Frachtschiff

    Von Josephine nach Altair

    Der Tag beginnt mit einem Drama: die Festtagstorte, die der Chefingenieur nach Hausrezept machen wollte, wird nichts. Der Tortenboden ist eingesackt und inzwischen kekshart – das vermeintliche Backpulver entpuppte sich als Stärke.

  • Frachtschiff

    Durch die Straße von Gibraltar

    „Toter Wal im Atlantik“ lautet die erste Zeile der alle paar Stunden eingehenden Wetternachrichten. Bis zur vermeldeten Position sind es allerdings etliche Seemeilen und die Delfine, die hier und da aus dem Wasser springen, sind auch was besonderes. Wir passieren die Straße von Gibraltar, dort wo Europa und Afrika nur ein paar km auseinander liegen.