Die Jagd nach dem Phantom

Es gibt einen Dokumentarfilm über die Insel Hiiumaa, in dem das Phantom vergeblich gejagt wird. Also zeigt man stattdessen alle touristischen Attraktionen, die die Insel zu bieten hat. Und das sind einige und die haben wir auch besucht: ältester Leuchtturm in Nordeuropa von 1530, Kreuzberge, Gutshöfe, Opferbäume, eiszeitliche Findlingsfelder, Diskgolfanlage im Nirgendwo, Kaffeehäuser, Orchideen in freier Wildbahn, Sandstrände und zerklüftete Küste, rollender Tante-Emma-Laden, der durch die einsamen Gegenden zieht, Windmühlen usw. Aber was sie nicht fanden, die gesamte Drehzeit lang, ist uns geglückt. Dazu sind wir um 5 Uhr im einsamen Winkeln der Insel losgefahren und haben die Augen offen gehalten. Nur die Kamera wackelte in aller Aufregung, aber auf dem Bild ist es wohl noch zu erkennen: die Entarnung und die Flucht. Wir haben einen stattlichen Elch beim Frühstück erwischt, er naschte unsere Walderdbeeren.

Das Phantom

Das Phantom frühstückt.

Das Phantom II

Das Phantom auf der Flucht. Sie glückt. Leider.

Was sagt denn die Statistik zu Großtieren? Nun das estnische Kulturinstitut hält in seinen zauberhaften Broschüren ein paar Zahlen parat: 170 Wölfe, 600 Braunbären, 900 Luchse, 10500 Elche, 13000 Wildschweine und 2700 Kegelrobben gibt es in dem Land. Angeblich aber keine Eisbären – jedenfalls wird diese Frage in der Broschüre verneint, bzw. es wird nett auf Marta, den ersten Eisbären im Tallinner Zoo hingewiesen.

Scheint jemals die Sonne in Estland?

Wir können aber auch in dieser Angelegenheit einen Fotobeweis antreten. Aufgenommen vor ein paar Tagen im Hafen von Haapsalu.

Eisbär fühlt sich wohl in Estand.

Entgegen der Behauptung, dass Eisbären nicht in Estland wohnen, tun sie es doch.

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