Sommer in Pärnu

In der Hauptstadt des Sommers

Esten denken praktisch, also haben sie mehrere Hauptstädte. Die für die offiziellen Dokumente usw. heißt bekanntlich Tallinn. Dann gibt es Tartu, die Hauptstadt der Wissenschaft, Otepää, die Hauptstadt des Winters, Paide, die Hauptstadt der Herzen (zumindest ist auf den Karten immer ein Herz eingezeichnet, da an diesem Ort die Mitte des Landes ist), Kärdla, die Hauptstadt der Kaffeetrinker und Pärnu – die Hauptstadt des Sommers.

Der Name ist wohl verdient, die alte Hansestadt mit wundervollen Holzhäusern ist schon bei den russischen Zaren als Kurort beliebt gewesen. 175 Jahre Kurort-Dasein wird diesen Sommer gefeiert. Die Zaren haben zum Glück ausgedient und so erholt sich heute halb Estland, Finnland und ein paar verstreute Deutsche und Russen in der sonnendurchfluteten Stadt. Überall laden schöne Parkbänke, Parks und Cafes zum Verweilen ein. In den Gärten sitzen die Leute und schwatzen, man geht in Kunstgalerien und Ausstellungen, man nascht Eis und man geht vor allem baden. Dazu laden ein kilometerlanger weißer Sandstrand und für die nördliche Ostsee sehr warme Wassertemperaturen ein. Und was machen wir? Wir verbingen einen Großteil in der Bibliothek (ein sehr schöner Neubau!) und arbeiten. Na toll! Dafür gehen wir heute abend ins Sommermusiktheater, Monteverdi im Museum für Moderne Kunst.

Sommer in Pärnu

Den Sommer verbringen viele Esten in Pärnu. Baden, Eis, Sport, Musik und Kunst. In dieser Reihenfolge.

Sommer in Pärnu

Sonne, Wind und ein schöner Garten. So trocknet alles fix.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.